LUXUS BLEIBT LUXUS

Conrad Meissler in der "HafenCity Zeitung"
Das halbe Jahr ist gelaufen und damit genügend Anlass gegeben, die aktuelle Lage am Immobilienmarkt in den gesuchten Lagen Hamburgs zu analysieren, der zu den teuersten Märkten der Republik gehört. Kurz gesagt: gegenüber dem Vorjahr hat sich wenig geändert, außer dass die allgemeine Skepsis weiter gestiegen ist. Befürchtet werden eine allmähliche Überbebauung mit Luxusimmobilien sowie eine weitere, angeblich „ungesunde“ Abkoppelung der Kaufpreise von den Mieten, die eigentlich die rechenbare Grundlage für die Preisbildung bieten sollen; Und erwartet werden steigende Zinsen, die den Immobilienboom, der inzwischen „Blase“ genannt wird, erkalten bzw. platzen lassen könnte.

Diese Skepsis, die regelmäßig und im wachsenden Umfang von Marktbeobachtern vorgetragen wird, findet sich am Markt aktuell nicht wieder und wir meinen, dass sie etwas überzogen ist. Denn auch dieses Jahr werden nach unserer Einschätzung wieder allein 250 bis 300 Wohnimmobilien in den gesuchten Lagen der Hansestadt verkauft, die teurer als eine Million Euro sind. Bezogen auf den Bestand von knapp einer Million Wohnungen in ganz Hamburg, erscheint eine solche Zahl ohnehin nicht hoch. Sie signalisiert, dass Luxus offenbar Luxus bleibt und deshalb für ausreichend Begehren bzw. für eine starke Nachfrage sorgt. Zugleich ist deutlich, dass es ausreichend viele Menschen mit großer Kaufkraft gibt, die sich einen besonderen Wohntraum verwirklichen wollen.

Im vergangenen Jahr hat die Nachfrage Preise akzeptiert, die bis zu 27 Millionen Euro für Villen und bis zu 10 Millionen Euro für Wohnungen reichten. In diesem Jahr haben wir vor allem rund um die Alster, in der Hafencity und in den Elbvororten wiederum Transaktionen registrieren können, die in den genannten Größenordnungen liegen. Die Gründe für die Entwicklung liefert Hamburg selbst. Die Hansestadt gehört zu den gefragtesten Städten Deutschland – mit weiter steigender Tendenz. Das zeigen die zunehmenden Bevölkerungszahlen und der immer weiter wachsende Tourismus. Ein Ende des Booms ist so noch nicht absehbar.

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