Der Boom der Boomer
Conrad Meissler für den Hamburger "Klönschnack"
Aktuell bekommen wir jedenfalls vermehrt Aufträge zur Bewertung von Einfamilienhäusern, meistens aus den Bau-jahren 1950 bis 1980. Wie stark die Entwicklung ist, zei-gen die Zahlen des Gutachterausschusses und der Immobi-lienplattformen. So hat sich die Zahl der verkauften Ein-familienhäuser im vergangenen Jahr in den Ortsteilen Othmarschen, Groß-Flottbek, Nienstedten und Blankenese um 31 Prozent gegenüber 2023 erhöht. Ähnlich sieht es rund um die Außenalster aus, wo allerdings primär Woh-nungsverkäufe die Statistik prägen. Dort wurden um 28,3 Prozent mehr Einheiten verkauft als in 2023. Das wach-sende Angebot an Einfamilienhäusern unterbindet jedoch trotz der inzwischen sehr guten Nachfrage eine anziehende Preisentwicklung, zumal viele Häuser nicht den modernen Anforderungen insbesondere an die energetische Versor-gung entsprechen. Deshalb liegen die Angebotspreise im zweiten Quartal um knapp vier Prozent unter dem Ver-gleichsquartal 2024. Doch die Erfahrung lehrt, dass eine boomende Angebotswelle nicht unbegrenzt ist, sondern alsbald wieder abflachen dürfte. Insofern sollten Interes-senten beherzt selbst bei renovierungsbedürftigen Objek-ten zufassen.